Tierheilpraxis Arnsberg-Sundern Dorothea Muschik
Tierheilpraxis Arnsberg-Sundern Dorothea Muschik  

Blutegeltherapie *

Die Blutegeltherapie ist eine traditionelle und anerkannte Therapie bei einer Reihe von Humanerkrankungen. Seitdem auch die Behandlung von Beschwerden der Sport- und Freizeittiere vielen Menschen am Herzen liegt, wird die Blutegeltherapie zunehmend auch für Behandlungen von Tieren eingesetzt. Vor diesem Hintergrund möchte die DGTHA* über die Möglichkeiten der Blutegeltherapie sowohl bei Pferden/Großtieren als auch bei Kleintieren informieren.

Medizinische Blutegel verfügen in ihrem Speichel über eine Reihe von medizinisch wirksamen Substanzen, die während des Saugvorganges in die Bisswunde abgegeben werden. Der Blutegel ist somit eine Art biologische Apotheke mit Wirkstoffen, die auch in Arzneimitteln der Schulmedizin zum Einsatz kommen.

Die natürliche Wirkstoffkombination des Blutegels ist jedoch einzigartig.

Mit modernen Analysemethoden konnten in den letzten Jahrzehnten viele Wirkmechanismen der Speichelinhaltsstoffe des medizinischen Blutegels aufgeklärt werden.

Vor diesem Hintergrund wurden Blutegel als Fertigarzneimittel eingestuft und unterliegen den gleichen Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit, die an alle zulassungspflichtigen Arzneimittel gestellt werden. Die Wirkstoffe des Blutegels fördern u.a. durch Gerinnungshemmung die lokale Blutzirkulation im Bereich der Ansatzstelle und helfen insbesondere gegen schmerzhafte Entzündungen. Auch chronische Erkrankungen können in Folge der stark verbesserten Stoffwechselsituation durch die Blutegeltherapie häufig positiv beeinflusst werden und es entstehen neue Chancen auf Linderung und Heilung.

Bei diesen Erkrankungen können Blutegel wirksam helfen:

-          Arthritis/Arthrose (Gelenkentzündung akut/ degenerative,

         funktionsmindernde  Gelenkerkrankung)

-          Gelenkfehlbildungen (Dysplasien wie HD, ED)

-          Erkrankungen des Bänder- und Sehnenapparates

-          Wirbelsäulenerkrankungen (Spondylosen,

          Diskopathien, Cauda equina, Kissing Spines u.a.)

-          Neuritiden (Nervenreizungen, -entzündungen z. B.Ischialgie)

-          Lumbago (Kreuzverschlag, sog. Hexenschuss)

-          Myogelosen (Muskelverhärtungen)

-          Myalgien (Muskelschmerz)

-          Ekzeme (Entzündungsreaktion der Haut mit Juckreiz/

        Leckekzem, Ohrekzem,  Zwischenzehenekzem,

        Sommerekzem, Mauke)

-          Abszesse (Eitergeschwüre)

-          Phlegmone (Einschuss/Entzündung)

-          Mastitis (Gesäugeentzündungen)

-          Wundheilungsstörungen

-          Narbenproblematik (auch nach Operationen)

-          Hämatome (Blutergüsse)

-          Thrombose, Thrombophlebitis (Venenerkrankungen)

-          Zahn- und Kiefererkrankungen

-          Ataxien (Störungen der Bewegungskoordination)

-          Druckstellen (Sattel- oder Geschirrdruck)

 

Was passiert bei der Blutegeltherapie?

Eine Behandlung Ihres Tieres dauert in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten. Abhängig von der jeweiligen Indikation ist häufig eine einmalige Anwendung ausreichend.

Zu Behandlungsbeginn wird der Blutegel an der vorgegebenen Hautstelle angesetzt, saugt sich fest und sägt sich mit seinen Kalkzähnchen vorsichtig in die Haut. Dieser Vorgang ist weitgehend schmerzfrei, da der Blutegel hierbei wahrscheinlich schmerzlindernde Stoffe abgibt. Im weiteren Verlauf (15 bis 90 Minuten) leitet der Blutegel die Wirkstoffe beim Saugen in das Gewebe ein und fällt anschließend von alleine ab. Die kleine Bisswunde wird durch den Wirkstoff Calin (Saratin) 4 bis 12 Stunden offen gehalten und blutet nach. Der heilende Effekt kann nach unterschiedlichen Zeitabständen, oft sogar unmittelbar im Anschluss an die Behandlung, auftreten und hält häufig monatelang an.

 

Wie reagiert Ihr Tier auf den Blutegelbiss?

Die Tiere akzeptieren in der Regel den Blutegelbiss ohne Abwehrreaktion und tolerieren die Behandlung meist geduldig. Sie haben im Verlauf der Evolution die heilsame Wirkung des Blutegelbisses in ihrem Instinkt fest verankert. Viele Tiere dösen bei der Behandlung ruhig vor sich hin.

 

Welche Nachsorge ist erforderlich?

Wenn sich Verunreinigungen der nachblutenden Wunde verhindern lassen, kann die Wunde offen bleiben. Bei Hunden und Katzen, die in der Wohnung gehalten werden, schützt ein saugfähiger Verband gegen Verschmutzungen durch Nachblutung.

 

Welche Risiken bestehen für Ihr Tier?

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind bei der Blutegeltherapie von Tieren sehr selten. Grundsätzlich bestehen Risiken von Wundinfektionen und allergischen Reaktionen. Darüber hinaus können Erkrankungen des Tieres vorliegen, bei denen eine Blutegeltherapie nicht angezeigt ist.

Deshalb rät die DGTHA* Tierhaltern von einer Selbstmedikation ihrer Tiere ab.

 

Lebensmittelliefernde Tiere:

Da zur Zeit keine für die Tiermedizin zugelassenen medizinischen Blutegel zur Verfügung stehen, muss bei Behandlung von lebensmittelliefernden Tieren eine Umwidmung nach § 56 Arzneimittelgesetz erfolgen. Die Umwidmung darf ausschließlich vom Tierarzt vorgenommen werden.

Medizinische Blutegel sind nach deutschem Arzneimittelrecht rezeptfreie Fertigarzneimittel und für Privatpersonen nur über die Apotheke erhältlich.

Angebote im Internet (ausgenommen Internetapotheken), die auch Privatpersonen zugänglich sind, vertreiben Blutegel nicht als Arzneimittel oder es handelt sich um Fälschungen!

Mit freundlicher Genehmigung der * DGTHA – Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Therapien mit Hirudineen und ihres Artenschutzes e.V., Biebertal

www.blutegel.de

 

*entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen weise ich darauf hin, dass es sich bei dieser Anwendung um ein Verfahren der alternativen Medizin handelt, das von der wissenschaftlich orientierten Lehrmedizin nicht anerkannt ist.

 

Kontakt

Tierheilpraxis Arnsberg-Sundern

Dorothea Muschik

Tiefenhagener Straße 6

59846 Sundern

 

Telefon

02935 5513340

 

 

Sprechstunden nach Vereinbarung.

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